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Infortrend EonStor DS 2000 Serie

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EonStor DS 2000 Serie

EonStor DS 2000 sind zukunftssichere Storage-Systeme für Unternehmen die Zuverlässigkeit und Datensicherheit in den Vordergrund stellen. EonStor DS 2000 Storage-Systeme sind als modulare, dynamisch skalierbare Single- und Dual-Kontroller Modelle verfügbar. Alle Modelle können mit Host-Interface Karten um weitere Schnittstellen erweitert werden. Im Lieferumfang der EonStor DS 2000 Modelle sind bereits zahlreiche Datendienste, sowie eine umfangreiche, intuitiv zu bedienende Management-Software enthalten.

Vorteile:

  • Bis zu 320K IOPS, 5.500MB/s Lese- und 2.000MB/s Schreibgeschwindigkeit
  • Mehrere Gehäusemodelle, einschließlich eng bestückbarem 2U
  • SSD-optimiert: SSD Cache und 4-stufiges automatisiertes Storage Tiering, außerdem Abnutzungserkennung
  • Hybride Anschlüsse für noch mehr Anschlussmöglichkeiten
  • Kompatibel mit Laufwerksverschlüsselung SED (Self-Encrypting-Drives) für absolut sicheren Datenschutz
  • Datendienste wie Snapshot, Thin Provisioning, Volumen Kopie / Spiegelung, optionaler Remote-Replikation und mehr

Höchste Zuverlässigkeit und Leistung

Unternehmen benötigen Lösungen die höchste Zuverlässigkeit bei höchster Performance bieten, um den gestiegenen Anforderungen an die Datenverfügbarkeit gerecht zu werden. Die EonStor DS 2000 Serie basiert auf einer neuen, modularen Hardwareplattform, die mit ihren Hardwarekomponenten einen Datendurchsatz von bis zu 5.500 MB/s, Lesen und bis zu 1.900 MB/s Schreiben, sowie 780K IOPS, Lesen liefert.

SSD Cache - auf Prioritätsdaten schneller zugreifen

EonStor DS 2000 Storage-Systeme unterstützen SSD-Caches, mit einer CachePool Kapazität von bis zu 3,2 TB. Cache-Pools beschleunigen das Lesen von Prioritätsdaten. Bis zu vier SSDs oder auch SATA-HDDs pro Kontroller können zur Erstellung eines Cache-Pools verwendet werden. Der SSD-Cache verbessert zudem die Zugriffszeiten im Vergleich zu herkömmlichen HDDCaches, da keine mechanischen Zugriffe auf das Speichermedium stattfinden.

Umfassende Datendienste

Die EonStor DS 3000 Serie bietet von Haus aus Datendienste wie Snapshot und Volumen Kopie / Spiegelung an, um Ihnen damit das Erstellen von Datensicherungen einfach und schnell zu ermöglichen. Thin Provisioning, ebenfalls Bestandteil der Standard-Lizenz, optimiert die Kapazitätsauslastung ihres Storage-Systems und vereinfacht Verwaltung und Überwachung. Lokal- und Remote-Replikation (optional) ermöglichen eine schnelle Datenwiederherstellung nach logischen oder physikalischen Fehlern.

Das optionale „Automated Storage Tiering“ bietet die Lösung für Datenpriorisierung und damit einen schnelleren Zugriff auf die aktivsten Daten, sowie eine bessere Bandbreitennutzung.

Die Laufwerksverschlüsselung SED (Self-Encrypting-Drives) bietet einen sicheren Schutz sensibler und wichtiger Daten, stellt aber auch eine sichere Art der Datenlöschung dar.

Modulare Hardware - flexible Erweiterung

Standardmäßig verfügen alle EonStor DS Storage-Systeme über vier 1 Gb/s iSCSI-Anschlüsse pro Kontroller. Um diverse Umgebungen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen zu unterstützen, sind modulare Host-Interface Karten verfügbar, mit denen das Storage-System um die folgend genannten Schnittstellen erweitert werden kann: 8 Gb/s oder 16 Gb/s FC, 10 Gb/s iSCSI, 6 Gb/s oder 12 Gb/s SAS. Die Erweiterung mit einer Host-Interface Karte bietet mehr Flexibilität als herkömmliche „On-Board“ Schnittstellen und ist dank Austauschbarkeit zukunftssicher. EonStor DS Storage-Systeme sind als Singleund Dual-Kontroller Modelle verfügbar. Alle Modelle verfügen über „hot-swap“ fähige Laufwerks- und Lüftermodule sowie redundante Netzteile.

Skalierbarkeit und Kapazität

EonStor DS 2000 Storage-Systeme unterstützen die dynamische Erweiterung auf bis zu 360 Laufwerke (SFF-Modelle), mit kompatiblen Erweiterungsgehäusen. Sie sind kompatibel mit den neusten 6TB und 8TB Laufwerken. Die "Scale-As-You-Grow" Flexibilität reduziert Vorab-Investitionen und ermöglicht eine zukunftsorientierte, bedarfsgerechte und budgetkonforme Planung. Sie bietet die geringsten Anschaffungskosten (TCA).


Die wichtigsten technischen Daten der 2000 Serie im Überblick:

  • Maximale Anzahl an Laufwerken (LFF / SFF): 444 / 444
  • Block-level IOPS (Read): 190K
  • VDI (R/W: 20/80): 1900 VDI
  • Database (R/W: 64/40): 70K Transaction
  • Exchange (Mailboxes): 4000
  • Block-level MB/s (R/W): 5500 / 1900
  • Medien & Entertainment (unkomprimiert): HD Format: Streams 30*Lesen, 10*Schreiben
  • Surveillance HD, H.264: 4.5Mb/s: 500 IP Cameras

(2.5") SAS Modelle

  • 2U / 24bay: ESDS 2024B

 

 

(3.5") SAS Modelle

  • 2U / 12bay: ESDS 2012
  • 3U / 16bay: ESDS 2016
  • 4U / 24bay: ESDS 2024

 

 

 

Zuverlässige Gehäuse zur Erweiterung von Infortrend Speichersystemen – kompakte bis dicht bestückbare Modelle, z.B. das 4HE 60-fache JBOD. Die SFF-Modelle sind auf bis zu 360 Laufwerke erweiterbar. Für alle Erweiterungsgehäuse stehen mehrere Variationen zur Verfügung, die unten im PDF "Infortrend JBOD Spezifikationen (en)" aufgelistet sind.

 

(2.5") SAS Modelle

  • 2U / 24bay: JB 2024B
  • 3U / 36bay: JB 2036B

 

(3.5") SAS Modelle

  • 2U / 12bay: JB 2012
  • 3U / 16bay: JB 2016
  • 4U / 48bay: JB 2048
  • 4U / 60bay: JB 2060

 

 


 

Schubladen- und Blenden-Design

Die extrem dicht bestückten 4U60-bay Modelle sind in zwei verschiedenen Designs erhältlich, nämlich in Schubladen- oder Blenden-Bauart. Das Schubladen-Modell teilt die 60 Laufwerkslots in Dreiergruppen von jeweils 20 auf, damit die Laufwerke leicht eingesetzt und gewartet werden können. Es muss jeweils nur eine Schublade herausgezogen werden, wenn Sie an die darin befindlichen Laufwerke müssen – so muss nicht das gesamte System bewegt werden. Wenn Sie Kosten sparen müssen, bietet das Blenden-Design eine kosteneffiziente Lösung. Dieses kann nur von oben geöffnet werden, wenn Sie Laufwerke ersetzen oder warten müssen.

 

 


Modulares Design

Alle Infortrend-Produkte, vom Netzteil über Lüfter bis zu den Controllern, sind modular gestaltet, damit die Wartung einfacher vonstatten geht und Sie schnellen, präzisen technischen Support und RMA-Dienste nutzen können. Das vermeidet Ausfallzeiten im System, erhöht die Produktivität und macht Sie wettbewerbsfähiger.

 

 

Zur erheblichen Beschleunigung von IOPS

Der SSD Cache macht sich die hohe Geschwindigkeit und niedrige Latenz von Solid State Drives zu Nutze, um eine schnellere Lesegeschwindigkeit in dem Bereich, in dem es am meisten darauf ankommt, zu erzielen: bei extrem wichtigen Daten, auf die oft zugegriffen werden muss. Mit dieser Funktion können Sie besser auf die hohen I/O-Lasten und die wachsenden Speicherplatzbedürfnisse reagieren und gleichzeitig die Leistung steigern. Der SSD Cache bietet besonders große Vorteile in Umgebungen mit hohem Lese-Traffic, wie etwa Online-Transaktionsverarbeitung (OLTP) und Email (Microsoft Exchange).

 

Die SSD Cache Technologie von Infortrend ermöglicht den Einsatz von bis zu vier SSDs pro Controller, wo sie als Hochgeschwindigkeits-Cache mit einer Größe von bis zu 3,2TB fungieren. Mit dieser enormen Kapazität haben Sie genügend Raum für essenzielle Daten und Anwendungen, die dem SSD Cache Pool zugewiesen werden können. Bezüglich IOPS läuft der SSD Cache im Test bis zu 16 mal schneller als Systeme ohne SSD Cache und reduziert die Reaktionszeit um ganze 88% im selben Test.

Funktionen im Überblick:

  • IOPS bis zu 16 mal schneller mit SSD Cache
  • Verringerte Latenz um bis zu 88%
  • Schnellere Aufwärmphase
  • Unterstützt vier SSDs pro Controller und bis zu 3,2TB Cache-Platz insgesamt
  • Anwenderfreundliche und intuitive Benutzeroberfläche

 

 

Das optionale „Automated Storage Tiering“ bietet die Lösung für Datenpriorisierung und damit einen schnelleren Zugriff auf die aktivsten Daten, sowie eine bessere Bandbreitennutzung. Durch die Nutzungsoptimierung von HDDs, SSDs und RAID-Leveln können Sie alle Service-Anforderungen erfüllen.

 

Sie können ganz flexibel Ihre Anwendungen einer der vier Speicherebenen zuweisen, die sich durch verschiedene Laufwerktypen und RAID-Level unterscheiden. Aktive Daten werden leistungsstarken Speicherebenen und inaktive Daten werden kostengünstigen Speicherebenen mit hoher Kapazität zugewiesen. Auf diese Weise bietet das Automated Storage Tiering eine Architektur, die die Vorteile der verschiedenen Speichermedien voll ausnutzt, wie etwa die Hochleistungsdatenspeicherung über SSDs.

 

Daten werden zwischen den Speicherebenen verschoben basierend auf ihren Verwendungsmustern und den vom Anwender festgelegten Regeln. Wenn das Tiering auf einer Sub-Volume-Ebene implementiert ist, können Daten wie einzelne Körner verschoben werden. Eine solche Datenmigration führt zu effizienter Datenverteilung und stellt sicher, dass SSDs und andere Hochleistungslaufwerke den nötigen Speicherplatz für die wichtigsten Anwendungen besitzen.

 

Die (optionale) Remote-Replikation spielt eine wichtige Rolle für den Datenschutz und bietet Schutz beim Ausfall der primären Anlage. Die Remote-Replikation ist eine kontinuierliche, unterbrechungsfreie und Host-unabhängige Lösung für die Wiederherstellung im Katastrophenfall sowie die Datensicherung oder Migration über große Entfernungen. Anwender, für die Überlegungen wie Budget-Beschränkungen, Leistungsbeeinträchtigungen und Datenverfügbarkeit im Vordergrund stehen, können sich flexibel zwischen synchroner oder asynchroner Replikation entscheiden.

 

Die Remote-Replikation nutzt die Leistung der Speichersysteme, um Daten zwischen verschiedenen Speicher-Pools oder Speichersystemen im IP- oder FC-SAN an verschiedenen Standorten zu kopieren. Bei einem Ausfall der Quelldaten durch Systemausfall oder Unfall können die Anwender anhand der auf Festplatte vorliegenden Remote-Kopie den Betrieb innerhalb von Minuten wieder aufnehmen. Zur späteren Rückübertragung der Verantwortung an das Quellsystem ist ein schneller Abgleich mit der Remote-Kopie durch Überprüfung auf eventuelle Unterschiede möglich. Zum weiteren Schutz der Remote-Daten kann die Remote-Kopie mit Snapshot-Technologie geschützt werden. Mit granularen Snapshot-Images kann eine defekte Remote-Kopie in Sekundenschnelle wiederhergestellt werden, sodass der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

 

 

 

Leistungsmerkmale:

  • Minimierung unplanmäßiger Stillstände: Verkürzung der Wiederherstellungszeit nach Systemausfällen; intakte Datenkopien an Remote-Standorten können sofort zur Unterstützung von Applikationen eingesetzt werden
  • Flexibler Einsatz der Datenkopien: Synchrone und asynchrone Optionen für IP und FC SAN; die Anwender können die Spiegelung zwischen Quelle und Kopie nach Bedarf aufteilen und abgleichen sowie die Remote-Daten mit Snapshots zusätzlich absichern
  • Kostengünstiger Datenschutz: Kostengünstige Realisierung eines Schutzes der Enterprise-Klasse; Unternehmen mit knappen Budgets müssen keine Kompromisse beim Datenschutz eingehen
  • Datenkompression: Nutzung der Datenkompression für asynchrone Remote-Replikation zur Erhöhung der Effizienz

SANWatch – Praktisches Interface für Speicher-Management

Da sich die Speicherplattformen ständig weiterentwickeln, hilft Ihnen EonStor DS mit der SANWatch Management-Software, Ihre Speicher- und Service-Effizienz zu verbessern. Diese Benutzeroberfläche bietet Ihnen viele Funktionen und erlaubt der IT die zentralisierte Verwaltung von mehreren Systemen oder die Überwachung der Leistung und des Kapazitätsverbrauchs. Zudem können alle relevanten Systemkonfigurationen vorgenommen werden.

 


Funktionen 

  • Datendienste:
    • Local Replication**
    • Thin Provisioning
    • Selbstverschlüsselnde Laufwerke
    • Remote Replication (Block Level)*
    • Automatisiertes Storage Tiering*
    • SSD Cache*

*Optional
**Erhältlich mit der Standardlizenz und der optionalen Advanced-Lizenz

  • Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit:
    • Redundante, im Betrieb austauschbare Hardwaremodule
    • Multi-Pathing Support (EonPath); Device Mapper Support
    • Cache Backup Technologie: schützt gecachte Daten während eines Stromausfalls, indem die Daten in den Flashspeicher gespült werden
    • Port Trunking / Link Aggregation (IEEE 802.3ad), Fail-Over, Jumbo Frame
  • Management:
    • SANWatch Management Suite
    • Embedded RAIDWatch
    • Terminal via RS-232C
    • Telnet/SSH
  • Notification: Email, SNMP Traps
  • OS Support:
    • Microsoft Windows Server 2008 / 2008 R2 / 2012 / 2012 R2,
    • Microsoft Windows Hyper-V,
    • Red Hat Enterprise,
    • SUSE Linux 2 Enterprise,
    • Linux, Sun Solaris, Mac OS X, HP-UX , IBM AIX , VMware, Citrix XenServer, OpenStack Cinder

 

In separaten Gehäusen abgesetzte Hardware-Lösungen, die große Mengen an Speicherplatz bieten, nennt man Speichersubsysteme. Je nach Menge der zur Verfügung gestellten Speicherkapazität und der Komplexität der angebotenen Lösung gibt es selbstverständlich am Markt unterschiedlich spezialisierte Unternehmen. Mit Infortrend haben wir bei picturetools einen Anbieter im Programm, der sich seit Anfang der 90er Jahre im Bereich „Speichersubsysteme für mittelständische Unternehmen“ einen der besten Namen am Markt erarbeitet hat.

 

Aus dem mannigfaltigen Portfolio von Infortrend, das von Direct-Attached- und Network-Attached-Storage (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Direct_Attached_Storage bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Network_Attached_Storage) bis hin zu Storage-Area-Networks (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Storage_Area_Network) reicht und die Bedürfnisse von mittleren und großen Firmen bis hin zu weltweit agierenden Konzernen abdeckt, möchten wir uns hier auf zwei Produktlinien konzentrieren: Bereits EonStor DS1000- und EonStor DS3000-Systeme (über-)erfüllen die Anforderungen unserer typischen Kunden im mittelständischen Bereich. Sollten Sie jedoch erweiterten Bedarf an den größeren Infortrend-Lösungen haben, sprechen Sie uns bitte an: picturetools führt als Infortrend-Partner selbstverständlich das ganze Produkt-Portfolio des taiwanesischen Herstellers.

 

 

Die Entwicklung von Speichersubsystemen wird von wenigen Maximen getrieben, deren wichtigste die

  • maximal mögliche Verfügbarkeit der Daten, auch bei (teilweisem) Ausfall (einiger) Komponenten ist.

Weitere Entwicklungsziele waren und sind seit jeher:

  • hoher Datendurchsatz (lies: Schreib- und Lese-Geschwindigkeiten),

  • die Erweiterbarkeit des Speichers (auch während des Betriebes),

  • die Integrierbarkeit in existierende Strukturen via verschiedener Schnittstellen,

  • die Intensität an Unterstützung im Fehlerfall (Support-Level)

  • zusätzliche, der Speicherverwaltung verschriebene Spezial-Software und, selbstverständlich,

  • das Preis-/Leistungsverhältnis.

 

Infortrend ist ein Unternehmen, welches in der Kombination all dieser Bereiche zu den Marktführern gehört, dementsprechend aber auch nicht zu den „Billigheimern“ zählt. Ausgehend von obigen Maximen möchten wir hier daher die EonStor DS-Serie nach den einzelnen Kriterien beleuchten und erläutern, weshalb sich ein Investment in Infortrend-Speicher lohnt:

 


Verfügbarkeit der Daten

Die Systeme der DS1000- und DS3000-Serie kommen allesamt in 19“-Rackmount-Gehäusen mit Platz für wahlweise 12, 16 oder 24 Stück 3,5“-Festplatten (oder auch SSDs, dazu mehr im nächsten Abschnitt). Selbstverständlich unterstützen die Systeme sämtliche verbreiteten RAID-Level von 0 bis 6 bzw. Raid-Level-Kombinationen von 10 bis 60 (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/RAID#RAID-Kombinationen) und schützen Anwender somit gegen Datenverlust durch defekte Festplatten bzw. SSDs.

Die Systeme der DS1000/3000-Serie haben optional aber zudem auch redundante Controller in einer sogenannten active/active-Konfiguration. Das bedeutet: Die gesamte Logik des RAID-Controllers ist komplett doppelt vorhanden; das System erreicht seine maximale Leistung, wenn beide Controller funktionieren und typischerweise aktiv sind (daher die Bezeichnung active/active). Fällt nun einer der Controller durch einen Defekt aus, sind alle Daten nach wie vor im Zugriff, nur eben nicht mehr in der vollen Schreib-/Lesegeschwindigkeit. Wie sämtliche (!) Komponenten eines EonStor-Speichersubsystems kann der defekte Controller in einem solchen Falle im laufenden Betrieb ausgewechselt und durch einen funktionierenden ersetzt werden. Kleines, aber wichtiges Detail: Die beiden Controller gleichen bei einem solchen Austausch ihre Firmware automatisch aneinander an!

 

 

Da selbstverständlich auch die Netzteile der Systeme redundant ausgelegt sind, verschwindet ein weiterer Punkt von der Liste möglicher „Desaster-Situationen“ – jedenfalls dann, wenn man die beiden Netzteile jeweils mit unterschiedlichen Stromkreisen verbunden hat…

Was aber geschieht, wenn plötzlich der komplette Strom ausfällt? Und das an beiden Stromkreisen? Schließlich verfügt auch ein RAID-System über RAM-basierten Puffer- bzw. Cache-Speicher (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Cache)… ganz einfach: In einem solchen Falle sorgt eine sogenannte „Backup-Battery-Unit“ (BBU) dafür, dass der Inhalt des Cache-Speichers bis zur Wiedererlangung der Stromversorgung nicht verloren geht. Bei Single-Controller-Konfigurationen ist diese BBU optional, bei redundanten RAID-Controllern gehört sie zur Standardausstattung.

 

 

Zu guter Letzt können auch die austauschbaren Schnittstellenkarten doppelt bzw. redundant ausgelegt werden. Korrekte Verkabelung in Richtung der Host-Systeme vorausgesetzt, hat man damit ein Speichersubsystem der „No-Single-Point-of-Failure“-Klasse. Damit umschreibt man jene System, bei denen ein jedes, beliebiges Teil ausfallen kann, Sie aber dennoch jederzeit auf Ihre Daten zugreifen können (wenngleich auch meistens mit reduziertem Datendurchsatz).

ACHTUNG: All diese Technologie schützt Ihre Daten weder vor einem vernichtenden Brand noch vor Einbruchdiebstahl – aber auch dafür bietet Infortrend eine Lösung, siehe Stichwort „Remote Replication“ im Abschnitt „Software zur Speicherverwaltung“ weiter unten.

Was sich im Fehlerfalle zudem als hilfreich erwiesen hat ist der Umstand, dass Infortrend-Systeme in Bezug auf die austauschbaren Komponenten vollständig ohne Kabel auskommen. Alle Verbindungen werden über Steckverbinder hergestellt und sind jederzeit im laufenden Betrieb austauschbar, im Branchenjargon auch „hot-swappable“ genannt (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hot_Swapping).

Übrigens: All diese Technologie und nicht zuletzt die im RAID verbauten Medien verbrauchen Strom und wollen gekühlt werden. Eine Faustregel im Speicherbereich lautet nicht umsonst seit jeher: Je niedriger die Temperatur einer Festplatte im Betrieb, desto länger ihre Lebenserwartung. Zudem bevorzugen gerade Festplatten mit ihren zahlreichen mechanischen Teilen einen Dauerbetrieb: Ständiges Ein- und Ausschalten des RAIDs mag Strom sparen, erhöht durch die wiederholte Abkühlung und Erwärmung der Komponenten deren Verschleiß jedoch erheblich. Die konstante Kühlung der Teile mittels Lüftern in langen, flachen Gehäusen der 19“-Bauform erzeugt zudem Lärm. Worauf wir hinaus wollen? Ganz einfach: Speichersubsysteme der hier beschriebenen Klasse erzeugen Abwärme und machen unangenehmen Lärm – und das tun sie ständig. Deswegen gibt es für sie keinen anderen Platz als einen dedizierten Serverraum – bestenfalls mit aktiver Kühlung, bestenfalls mit mehreren, getrennten Stromkreisen!

 


Erweiterbarkeit

Die Systeme können mit sogenannten JBODs erweitert werden. Der Begriff JBOD gehört übrigens (neben den SFPs, den Small-Formfactor-Pluggables, also den „kleinen Steck-Dingern“) zu den nettesten Abkürzungen unserer Branche, steht JBOD doch für „Just a bunch of disks“ also „nur ne Menge Festplatten“. JBODs sind 19“-Gehäuse mit begrenzter eigener Logik, in die im Falle der DS1000/3000-Systeme nochmals 16, 48 oder 60 Festplatten verbaut werden. Diese JBODs werden per sogenannter SAS-Verbinder mit dem Hauptgehäuse verbunden und erhöhen die Kapazität des Speichersubsystems (im Falle der DS1000/DS3000-Systeme jedoch NICHT deren Datendurchsatz!).

Ist ein solches JBOD mit dem Hauptsystem verbunden, erscheinen dessen Festplatten in der Verwaltungssoftware wie zum Hauptsystem zugehörig, der Verwaltungsaufwand erhöht sich also, sieht man von den zusätzlich zu konfigurierenden Medien ab, nicht.

Die hier besprochenen Systeme erlauben übrigens die Erweiterung eines RAID-Sets oder die Änderung eines RAID-Levels nach oben im laufenden Betrieb. Sie können also, während Sie ein RAID5-Set mit 16 Festplatten auf eines mit 24 erweitern, nach wie vor auf Ihre Daten zugreifen. Auch die Wandlung eines RAID5 mit 24 Platten in ein RAID6 mit 24 Platten erfolgt während des Betriebs.

 


Datendurchsatz

Der Datendurchsatz eines Speichersubsystems ist von vielen Parametern abhängig und wird in zwei grundlegend unterschiedlichen, sich aber gegenseitig beeinflussenden Größen angegeben. Für die Geschwindigkeit verantwortlich sind

  • die Anzahl der Medien (mehr Medien pro RAID-Set erhöhen die Geschwindigkeit)

  • deren Typ (Festplatten sind schneller als SSDs),

  • der gewählte RAID-Level (RAID6 z.B. ist sicherer, schreibt aber langsamer als RAID5)

  • die gewählte Schnittstellen-Technologie (nutzt ja nix, wenn der Speicher 3 GByte/s liefern könnte, die Schnittstelle zum Host-Rechner aber nur 1 Gbit/s pro Sekunde Bandbreite bietet, ne?), sowie

  • die Leistung des verwendeten RAID-Prozessors (wirkt sich hauptsächlich in der Schreibgeschwindigkeit aus und stellt den Hauptunterschied zwischen den DS1000- und DS3000-Systemen dar).

 

Gemessen wird die Geschwindigkeit eines Speichersubsystems in zwei Größen: Den GByte pro Sekunde (GByte/s) und den „Input/Output-Operations per second“, kurz auch als IOPS bekannt (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Input/Output_operations_Per_Second). Erstere Größe ist die im Bereich der Visualisierungsindustrie, die von Bild- und Videodaten mit riesigen, am Stück zu lesenden Dateigrößen bestimmt wird, wichtigste. Die IOPS-Leistung ist vor allem dann interessant, wenn es um Datenbankzugriffe o.ä. geht – kurze, kleine Mengen von Daten müssen dabei aus unterschiedlichsten Bereichen des Speichers gelesen werden.

 

Die letzten Jahre brachten mit dem Einzug der SSD als Speichermedium hier einen ganz erheblichen Zugewinn an Leistung – vor allem jedoch im IOPS-Bereich, weshalb in der Visualisierungsindustrie auch noch für lange Zeit die in Sachen IOPS schwächeren, aber vor allem von der Kapazität her erheblich preiswerteren Festplatte Verwendung finden werden.

Zum Vergleich sei auf folgende Tabelle verwiesen (Stand Ende 2015):

  

  HD SSD
Geschwindigkeit ~100 MByte/s >400 MByte/s
IOPS 500-1.000 50.000-100.000
max. Kapazität >= 8 TB >= 2 TB
Kosten pro TB < 35 EUR < 350 EUR

 

Selbstverständlich können in den Systemen von Infortrend sowohl HDs als auch SSDs zum Einsatz kommen – sogar gemischt in einem Gehäuse. In einem RAID-Set sollten sie jedoch aus Gründen der Leistung nicht gemischt werden (siehe dazu auch „Software zur Speicherverwaltung“, wo das Caching von HD-basierten RAID-Systemen mit schnellen SSDs besprochen wird).

 


Unterschied DS1000/DS3000

Der Datendurchsatz ist es auch, was die DS1000- und DS3000-Systeme hauptsächlich unterscheidet:

  DS1000 DS3000
IOPS 500.000 1.300.000
GByte/s lesen 5,0 5,5
GByte/s schreiben 1,9 5,0

 

Wie deutlich zu sehen ist, führt der schnellere RAID-Prozessor bei den DS3000-Systemen zu einer erheblich verbesserten Schreibleistung – schlussendlich ist ja gerade das Berechnen des Paritätsbits bei RAID-Sets nur beim Schreiben von Daten notwendig. ACHTUNG: Die in den vorgenannten Tabellen beschriebenen Werte sind theoretische Maximalwerte, die, wie Eingangs dieses Abschnittes erwähnt, in der Praxis von zahlreichen weiteren Faktoren abhängig sind und nicht in jeder Konfiguration erreicht werden!

 


Schnittstellenvielfalt

Jedes der hier besprochenen EonStor-DS-Systeme bietet von Haus aus vier 1 GBit/s-iSCSI-Ports zur Anbindung an den Host-Rechner. Angesichts obiger Datenraten ist das aber natürlich nicht sonderlich viel. Die Besonderheit dieser Systeme liegt nun aber darin, dass die Schnittstellentechnologie austausch- und demnach auch aufrüstbar ist – das RAID-System wächst also nicht nur in Sachen Kapazität sondern auch in Sachen Anbindung an den Host-Rechner mit Ihren Bedürfnissen!

 

 

 

Zusätzlich zu den vier 1-GBit/s-iSCSI-Ports können 10-GBit/s-iSCSI-Ports (via 10GigE-RJ45-Verbinder), SAS-Schnittstellen mit 6 bzw. 12 GBit/s oder Fibrechannel-Ports mit 8 oder 16 GBit/s von hinten in das 19“-Gehäuse eingesteckt werden – selbstverständlich auch in redundanter Konfiguration.

Da wir auf Seiten der Host-Computer Schnittstellenkarten des amerikanischen Herstellers ATTO empfehlen, verweisen wir in Bezug auf die Unterschiede von iSCSI, SAS und FC auf die Beschreibung von ATTO-Produkten auf unserer Website…. oder auf: https://de.wikipedia.org/wiki/ISCSI, https://de.wikipedia.org/wiki/Serial_Attached_SCSI bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Fibre_Channel)

 


Support-Level

Infortrend ist bekannt für seine schnelle Hilfe im Fehlerfall – und das rund um den Globus. Die hier besprochenen Systeme kommen standardmäßig mit einem 36 Monate währenden „bring-in-service“. Fällt also z.B. ein RAID-Controller aus, senden Sie diesen an eine Service-Adresse und erhalten – nach Prüfung und Bestätigung des Defekts – einen neuen RAID-Controller zugesandt. Das dauert schnell mal 14 Tage und ist – richtig! – weder dolle noch zufriedenstellend… Selbstverständlich sind auch Verlängerungen der Garantie- bzw. Service-Zeit von 36 auf bis zu 60 Monate sowie On-Site-Verträge möglich – sprechen Sie uns darauf an.  

 


Software zur Speicherverwaltung

Infortrend-Systeme kommen mit einem eigenen, integrierten Webserver, über dessen grafische Oberfläche das gesamte RAID-System konfiguriert, verwaltet und überwacht wird. Selbstverständlich sind dabei Funktionalitäten wie die Alarmierung im Feuerfalle via E-Mail, SNMP- oder SMS-Services. Aber unter dem Begriff „Data-Services“ bietet Infortrend für seine DS1000/DS3000-Modelle eine Reihe weiterer, teils auch für die Visualisierungsindustrie nützlicher, Werkzeuge, die hier nur in aller Kürze beschrieben seien. Für eine ausführlichere Beschreibung siehe dazu das unten angehängte Dokument zu diesem Thema.

 

Die wichtigsten, zum Lieferumfang gehörenden „Standard-Data-Services“ sind

  • Snapshot: Erstellt zu einem beliebigen Zeitpunkt einen Schnappschuss des RAIDs – ab diesem Moment werden sämtliche Veränderungen auf dem RAID-Speicher protokolliert und Sie können per Tastendruck wieder auf den alten Zustand "zurück schalten", also alle protokollierten Änderungen rückgängig machen.

  • Thin Provisioning: erlaubt die dynamische Anpassung nicht genutzter Speicherbereiche.

  • Self Encrypting Drives (SED): Verschlüsselung der Daten auf Laufwerken, sodass diese bei Diebstahl eines RAIDs unlesbar und damit wertlos werden.

 

Optionale angebotene und über einen einfachen Lizenzschlüssel freizugebende Data-Services beinhalten:  

  • SSD-Caching: Pro Controller können bis zu vier SSDs zur Beschleunigung des Lesevorgangs von Daten genutzt werden, die wiederholt gelesen werden und sich auf Festplatten-basierten RAIDs am gleichen Controller befinden.

  • Automated Storage-Tiering: Wiederholt gelesene und/oder geschriebene Daten landen automatisch im schnellen SSD-Speicher bevor sie automatisiert auf/von Festplatten-basierten RAIDs gelesen bzw. dorthin ausgelagert werden.

  • Remote Replication: Einmaliges oder kontinuierliches Kopieren ganzer RAID-Inhalte an entfernte Standorte. Das sichert Sie gegen Datenverluste an einem Standort ab, zum Beispiel im Falle eines Einbruchdiebstahls oder vernichtenden Brands.

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