TEL: 040-2840 7858 0   |   MO-DO 9-18 UHR + FR 9-17 UHR
Unser Angebot richtet sich ausschließlich an gewerbliche Kunden und Freiberufler.

PRODUKT- und HERSTELLER-SUCHE

Hersteller

Produktgruppen

Sie erreichen uns von
Montag bis Donnerstag 9-18 Uhr
und Freitag 9-17 Uhr.

BERATUNG | BESTELLUNG
Tel: 040-2840 7858 0
E-Mail: info@picturetools.de

BERATUNG | SCHULUNG | DEMOS
picturetools GmbH & Co. KG
Großer Burstah 36-38, 2. Etage
20457 Hamburg-City

AB 250€ VERSANDKOSTENFREIE LIEFERUNG IN DEUTSCHLAND.

FieldCast Kabel und Kupplungen

Bitte in der Dropdown Liste die Kategorie wählen.

FieldCast 2Core MM Heavy Duty, 100m on drum

FieldCast-Produkte drehen sich rund um die Nutzung von LWL-Verbindungen im Ausseneinsatz. Mit deren Kabeln und Kupplungen können Videosignale kilometerweit übertragen werden.
FieldCast Kabel
00022383
Preis: 1.025,00 €   994,00 €
(1.182,86 € inkl. MwSt.)
1182,86
Lieferzeit: 3 Tage
 

Fragen zum Produkt?

Senden Sie uns eine Nachricht:

 

FieldCast b.v. ist ein niederländischer Hersteller, dessen Produktlinie in Teilen auf der Technologie des deutschen Herstellers Rosenberger OSI fusst. Rosenberger OSI hat unter anderem mechanische Steckverbinder entwickelt, welche es erlauben, die empfindlichen LC/LC-Steckverbinder von LWL-Verbindungen auf robustere Stecker und Buchsen zu adaptieren. So genannte Dual-LC- oder auch als LC/LC-Steckverbinder bekannte Buchsen finden sich heutzutage an immer mehr professionellen Geräten der Audio-/Video-Branche (siehe dazu auch den Reiter „Grundlagen zur optischen (LWL) Verkabelung“).

Das Problem, welches FieldCast-Produkte für Sie lösen, ergibt sich aus folgendem Dilemma: Einerseits eigenen sich LWL-Verbindungen ganz hervorragend dazu, Daten mit grosser Bandbreite verlustfrei über sehr lange Strecken zu übertragen und sind daher prädestiniert dafür, nicht nur im Studio sondern gerade bei Ausseneinsätzen Verwendung zu finden. Dort werden Konverter, Monitore, Kameras o.ä. über hunderte Meter LWL-Kabel verzögerungsfrei an die Regie angebunden.

Andererseits sind besagte LC/LC-Verbinder leider sehr empfindlich und definitiv nicht road-show-tauglich und schon gar nicht für den Ausseneinsatz konzipiert.

FieldCast-Produkte decken verschiedene Aufgabenstellungen ab. In diesem Produkteintrag werden

  • Kaskadierbare LWL-Kabel mit 2 Lichtleitern auf Trommel (mit Rosenberger-OSI-Steckern an beiden Enden).
  • kaskadierbare LWL-Kabel mit 2 Lichtleitern und 2 Kupferadern auf Trommel (mit Rosenberger-OSI-Steckern an beiden Enden).
  • kaskadierbare LWL-Kabel mit 4 Lichtleitern auf Trommel (mit Rosenberger-OSI-Steckern an beiden Enden).
  • Zu allen obigen Kabeltypen passende Kupplungsstücke zur Kaskadierung nahezu beliebig vieler LWL-Kabel zu einer längeren Signalstrecke (mit Rosenberger-OSI-Buchsen bzw Kupferlitzen zur Stromversorgung an beiden Enden)

behandelt. Alle Kabel gibt es zudem wahlweise mit

  • Multimode-(MM)- oder
  • Singlemode-(SM)-Fasern.

Ausserdem sind die Kabel mit 2 oder 4 Lichtwellenreitern in einer

  • einfachen, leichten aber nicht ganz so robusten Ultra Light Variante und
  • in einer schwereren, Heavy-Duty-Variante verfügbar.

Bei letzteren Kabeln halten die integrierten LWL-Fasern punktuellen Belastungen bis 300kg problemlos Stand. Sie sind die Wahl, wenn es darum geht, temporär LWL-Verbindungen „out in the field“ zu verlegen.

All das führt (siehe Produktübersicht rechts) zu einer mannigfaltigen Auswahl an Kabeln, Kopplungen, Adaptern und Konvertern. Aber mit Hilfe der obigen Beschreibung und den Erläuterungen auf den nachfolgenden Reitern sollten Sie sich einen schnellen Überblick verschaffen können - und wenn nicht: Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail; wir sind Ihnen mit unserem Fachwissen über LWL-Verkabelung gern behilflich!

Kabel

 

FieldCast 2Core-Kabel zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwei LWL-Fasern aufweisen. Sie sind in den Längen von 100 oder 200 Meter auf einer Trommel aufgerollt und haben am Anfang und Ende Stecker nach dem Rosenberger-OSI-Standard.

Die Kabel sind wahlweise mit Multimode- oder Singlemode-Fasern verfügbar (siehe Reiter „Grundlagen zur optischen (LWL) Verkabelung“). In den Produktbezeichnungen steht MM naheliegender Weise für Multimode-Fasern, SM für die Singlemode-Variante. 

Die Ultra-Light-Ausführung des Kabels hat einen Durchmesser von 4,8mm und ist für den Einsatz innerhalb eines Studios etc. vorgesehen. Sie zeichnet sich durch ein vergleichsweise geringes Gewicht des Kabels und damit der ganzen Trommel aus. 

Die Heavy-Duty-Ausführung ist mit einer besonders stabilen Ummantelung ausgestattet und hat einen Kabeldurchmesser von 6,5mm. Dafür hält sie punktuellen Belastungen von 300kg stand, ohne dass die LWL-Fasern schaden nehmen. Wir empfehlen für jeglichen Einsatz im Aussenbereich unbedingt die Heavy-Duty-Variante.

Eine weitere Variante des Kabels verfügt über zwei LWL-Fasern, die um zwei weitere Kupferkabel für die Stromversorgung - zum Beispiel einer Kamera - ergänzt werden. Bitte beachten Sie hier insbesondere die bei Kupferleitungen auftretenden Verluste. 

Demnach sind folgende FieldCast-2Core-Kabel verfügbar

  • FieldCast 2Core SM Heavy Duty 100m
  • FieldCast 2Core SM Heavy Duty 200m
  • FieldCast 2Core SM Ultra Light 100m
  • FieldCast 2Core SM Ultra Light 200m
  • FieldCast 2Core MM Heavy Duty 100m
  • FieldCast 2Core MM Heavy Duty 200m
  • FieldCast 2Core MM Ultra Light 100m
  • FieldCast 2Core MM Ultra Light 200m
  • FieldCast 2Core SM Hybrid 100m

Kupplungen

 

Alle oben genannten Kabel sind in nahezu beliebiger Länge kaskadierbar, also hintereinander zu schalten. Zu diesem Zwecke gibt es die jeweils 50cm langen Kupplungsstücke, die auf beiden Seiten Rosenberger-OSI-Buchsen aufweisen. FieldCast-Kupplungsstücke sind immer als Heavy-Duty-Ausführung ausgelegt. Konsequenterweise gibt es daher folgende Modelle

  • FieldCast Coupler Cable 2Core MM, 0.5m
  • FieldCast Coupler Cable 2Core SM, 0.5m
  • FieldCast Coupler Cable 2Core SM hybrid coupler cable, 0.5m

Adapter LC/LC auf Rosenberger OSI

 

Die 2 Meter langen Adapter-Kabel von FieldCast haben auf der einen Seite einen Rosenberger-OSI-Stecker und auf der anderen Seite einen LC/LC-Stecker. Hiermit adaptieren Sie - wiederum wahlweise mit Multimode- oder Singlemode-Fasern die empfindlichen LC-Duplex-Verbinder auf das robuste Rosenberger-OSI-Format.

  • FieldCast Adapter Cable 2Core SM, 2m
  • FieldCast Adapter Cable 2Core MM, 2m

19“-Adapter LC/LC auf Rosenberger OSI (Chassis Connector)

 

Wenn 19“-Einbaurahmen mit Standard D-Size-Form-Factor zur Verfügung stehen, ist der Chassis-Connector von FieldCast dem Adapter-Cable zur Adaptierung von LC/LC auf Rosenberger OSI vorzuziehen.

  • FieldCast Chassis Connector 2Core MM
  • FieldCast Chassis Connector 2Core SM
  • FieldCast Chassis Connector 2Core SM hybrid

ACHTUNG:

Die Kupferleitungen des Hybrid-Connectors enden auf blanken Kupferlitzen und sind vom Anwender selbst an Stromquellen etc. anzubinden! Bei Fragen hierzu helfen wir Ihnen gerne!

 


FieldCast SMPTE-Kabel PUW-FUW

 

Dieses SMPTE-Kabel ist ein Hybrid-Kabel, das bei professionellem Broadcasting zum Einsatz kommt. Es eignet sich besonders zwischen dem Blackmagic Design Camera Fiber Converter und dem Studio Fiber Converter.

 

Es ist erhältlich in 100m, 150m, 200m und 300m ohne und zum Teil mit Kabeltrommel. 

  • SMPTE 311M Kabel mit SMPTE 304 Anschlüssen
  • 2Core Single Mode Lichtleiter
  • 6 Kupferdrähte (4x Strom und 2x Daten)
  • Lemo PUW-FUW Anschlüsse
  • Anschlüsse sind mit Manschetten geschützt
  • Original Belden 7804EPU Kabel mit PUR Ummantelung, für Studio oder vor Ort

Kabel

 

FieldCast 4Core-Kabel zeichnen sich dadurch aus, dass sie vier LWL-Fasern aufweisen. Sie sind in den Längen von 100 oder 200 Meter auf einer Trommel aufgerollt und haben am Anfang und Ende Stecker nach dem Rosenberger-OSI-Standard.

Die Kabel sind wahlweise mit Multimode- oder Singlemode-Fasern verfügbar (siehe Reiter „Grundlagen zur optischen (LWL) Verkabelung“). In den Produktbezeichnungen steht MM naheliegender Weise für Multimode-Fasern, SM für die Singlemode-Variante. 

Die Ultra-Light-Ausführung des Kabels hat einen Durchmesser von 4,8mm und ist für den Einsatz innerhalb eines Studios etc. vorgesehen. Sie zeichnet sich durch ein vergleichsweise geringes Gewicht des Kabels und damit der ganzen Trommel aus.

Die Heavy-Duty-Ausführung ist mit einer besonders stabilen Ummantelung ausgestattet und hat einen Kabeldurchmesser von 6,5mm. Dafür hält sie punktuellen Belastungen von 300kg stand, ohne dass die LWL-Fasern schaden nehmen. Wir empfehlen für jeglichen Einsatz im Aussenbereich unbedingt die Heavy-Duty-Variante.

Demnach sind folgende FieldCast-4Core-Kabel verfügbar

  • FieldCast 4Core SM Heavy Duty 100m
  • FieldCast 4Core SM Heavy Duty 200m
  • FieldCast 4Core SM Ultra Light 100m
  • FieldCast 4Core SM Ultra Light 200m
  • FieldCast 4Core MM Heavy Duty 100m
  • FieldCast 4Core MM Heavy Duty 200m
  • FieldCast 4Core MM Ultra Light 100m
  • FieldCast 4Core MM Ultra Light 200m

Kupplungen

 

Alle oben genannten Kabel sind in nahezu beliebiger Länge kaskadierbar, also hintereinander zu schalten. Zu diesem Zwecke gibt es die jeweils 50cm langen Kupplungsstücke, die auf beiden Seiten Rosenberger-OSI-Buchsen aufweisen. FieldCast-Kupplungsstücke sind immer als Heavy-Duty-Ausführung ausgelegt. Konsequenterweise gibt es daher folgende Modelle

  • FieldCast Coupler Cable 4Core MM, 0.5m
  • FieldCast Coupler Cable 4Core SM, 0.5m

Adapter LC/LC auf Rosenberger OSI

 

Die 2 Meter langen Adapter-Kabel von FieldCast haben auf der einen Seite einen Rosenberger-OSI-Stecker und auf der anderen Seite zwei LC/LC-Stecker. Hiermit adaptieren Sie - wiederum wahlweise mit Multimode- oder Singlemode-Fasern zwei der empfindlichen LC-Duplex-Verbinder auf das robuste Rosenberger-OSI-Format.  

  • FieldCast Adapter Cable 2Core SM, 2m
  • FieldCast Adapter Cable 2Core MM, 2m

19“-Adapter LC/LC auf Rosenberger OSI (Chassis Connector)

 

Wenn 19“-Einbaurahmen mit Standard D-Size-Form-Factor zur Verfügung stehen, ist der Chassis-Connector von FieldCast dem Adapter-Cable zur Adaptierung von LC/LC auf Rosenberger OSI vorzuziehen.

  • FieldCast Chassis Connector 4Core SM, 2m
  • FieldCast Chassis Connector 4Core MM, 2m

Leder-Schutzcover für Kabel


Cleaning Starter Kit

  • 1x Fiber-Wash LWL-Reinigungsstift für Präzisionsreinigung. Zum Anfeuchten der Reinigungstücher und der Reinigungsstäbchen (reicht für ca. 500 Anwendungen).
  • 1x "Cleaning Platform" Reinigungstücher für das Reinigen der LC-Anschlüsse.
  • 10/50/100x 2,5mm Glasfaser-Schaumstoffstäbchen (zur Reinigung der FieldCast Gehäuseanschlüsse)
  • 10/50/100x 1,25mm Glasfaser-Reinigungsstäbchen (zur Reinigung der FieldCast Kabelanschlüsse)

 

Was Anfang des Jahrtausends noch Einsatzszenarien in Grosskonzernen vorbehalten war, hält mit rasanter Geschwindigkeit Einzug in der IT- und Medientechnik mittelständischer und kleiner Unternehmen, ja gar bei Ein-Personen-Gesellschaften: Die Verbindung verschiedener Geräte untereinander mittels optischer Kabel, auch als Lichtwellenreiter (LWL), Glasfaser oder Fibre-Optics-Cabling bekannt.

Gerade weil  dieser gesamte Themenbereich schier unerschöpflich behandelt werden könnte, möchten wir uns an dieser Stelle auf die Vermittlung jener grundlegenden Informationen konzentrieren, die für den (oder die :-) typische(n) Medienschaffende(n) in der Praxis relevant sind. Dabei werden die Bereiche

  • Vor- und Nachteile optischer Verkabelungen
  • Typen von LWL-Fasern
  • Mediakonverter
  • Stecker-Typen für LWL-Fasern
  • Mini-GBICs/SFP-Module vs. Direct Attached
  • Glasfaser-Verbindungstypen
  • Glasfaser-Kabeltypen

behandelt. Insofern mögen LWL-Spezialisten nachsehen, wenn im Folgenden das ein oder andere als Einschränkung oder „maximale Spezifikation“ vorgegeben wird - das bezieht sich nur auf die typischen Einsatzgebiete der IT-basierten Visualisierungsbranche und den dort verbreiteten LWL-Technologien. Wer tiefer in das Thema eintauchen möchte, dem sei als Startpunkt https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwellenleiter empfohlen.


Vor- und Nachteile optischer Verkabelungen

Im Vergleich zu kupferbasierten, elektrischen Kabelführungen haben optische Kabel einige ganz erhebliche Vorteile. Da wären zum einen die Möglichkeit, deutlich längere Kabelwege zu realisieren - wir reden in unserer Branche von mehreren hundert Metern bis zu 20 Kilometern Kabellänge, die ohne Verstärker oder Leistungsverlust übertragen werden können.

Zum anderen sind über LWL-Kabel erheblich (!) höhere Datenraten bzw. Bandbreiten möglich.

In der Kombination ergibt sich daraus, um nur ein Beispiel zu nennen, folgendes: Möchten Sie ein 6-GBit/s-HDSDI-Signal per Kupferkabel übertragen, dürfte selbst bei den besten Kupferkabeln am Markt nach spätestens 50 Metern „Schluss“ sein - dann muss ein Verstärker (unter dem Namen „Distribution-Amplifier“ angebotene Geräte) zwischengeschaltet werden. Das Hauptproblem daran ist: Ein solcher Verstärker benötigt eine eigene Stromquelle, die demnach auch alle 50m vorhanden sein muss.

Setzt man das Videosignal jedoch auf einen optischen Übertragungsweg um, sind - traraaaa - 20 Kilometer (!) lange Kabel und mehr kein Problem; verlustfrei, verzögerungsfrei, ohne Verstärker, einfach so!

Steigert man in diesem Beispiel die Datenrate, wird der Vorteil noch deutlicher:  Moderne RAID-System liefern heutzutage ganz schnell Datenraten jenseits 2 GByte/s - das sind immerhin 16 GBit/s. Diese per Kupferkabel zu übertragen funktioniert meist nur wenige Meter (siehe zu dem Thema der Abschnitt „Direct Attached“ weiter unten. Wenn nun aber die Workstation bzw der Server und das RAID auch nur in zwei direkt nebeneinander stehenden 19“-Schränken untergebracht sind. Der Server oben, das RAID unten - schon dann reichen Kupferkabel für die gewünschten Bandbreiten nicht mehr aus, ist ein solches Kabel doch schnell fünf Meter oder länger. Und Verbindungen zwischen Server und Workstation sind dann schnell mehrere Dutzend Meter lang.

Last but not least unterliegen optische Kabel keinen externen Interferenzen und sind   - für denjenigen, dem das wichtig erscheint - zu Spionagezwecken erheblich schwerer abzuhören, als Kupferkabel.

 

Nun ist nicht überall Sonnenschein, daher haben LWL-Verkabelungen selbstverständlich auch Nachteile: LWL-Kabel, zumindest einfache Patch-Kabel (siehe hierzu den unten stehenden Abschnitt  „Glasfaser-Kabeltypen“) sind empfindlicher als Kupferkabel. Zwar „brechen“ moderne LW-Fasern heutzutage nicht mehr so leicht wie in den 90ern (Biegeradien von wenigen cm sind heutzutage für ein LWL-Kabel kein Problem mehr), aber gerade die verbreiteten, platzsparenden LC/LC-Verbinder (siehe „Stecker-Typen für LWL-Fasern“ weiter unten) sind aufgrund ihrer filigranen Struktur deutlich empfindlicher als, z.B. ein SFF-8088-Verbinder oder ein SDI-Kabel.

Ausserdem sind zwar die LWL-Kabel selbst (bezogen auf vergleichbare Längen) gar nicht mehr so viel teurer als hochwertige Kupferkabel, aber dennoch sind heutzutage die Mehrzahl der anzuschliessenden Geräte oft nur mit normalen Kupferkabel-Anschlüssen versehen - es Bedarf also Kosten verursachender Konverter (welche zuhauf von Anbietern wie AJA oder Blackmagic Design angeboten werden). Deren Kosten muss man nun, z.B. bei optischen Videostrecken jenseits der 50 oder 100 Meter Länge, wieder in Relation zu den eingesparten Signalverstärkern setzen. Schlussendlich, das sei aus der Praxis mit zahlreichen Kundenkontakten berichtet, liegen die Zusatzkosten für LWL-Verkabelungen heutzutage oftmals deutlich unter dem, was Kunden befürchten, dafür investieren zu müssen.


Typen von LWL-Fasern / Kabeln

Wenngleich es auch Dutzende verschiedener und in Sachen Übertragung keineswegs kompatible Glasfaserkabel auf dem Markt gibt, so reduziert sich die im IT- und Medienbereich verwendeten Auswahl doch auf zwei Typen: Multimode- und Singlemode-Kabel (letztere werden auch Monomode-Kabel genannt). Technisch gesehen unterscheiden sich diese - vereinfacht gesagt - durch die Art des Materials, aus der die Glasfaser besteht und im Durchmesser der Faser selbst. Multimode-Fasern haben einen Durchmesser  von 50 bis 100 Mikrometern (µm), Singlemode-Fasern einen von 8 bis 10 µm. Der Grund weshalb es überhaupt verschiedene Kabel gibt liegt primär in den Kosten: In Multimode-Kabeln wird ein Laserlicht mit einer Wellenlänge von 850 Nanometern (nm) genutzt - das kann preiswert von speziellen LEDs erzeugt werden. Das in Singlemode-Kabeln verwendete Laserlicht hat meist eine Wellenlänge von 1310 nm, die entsprechenden, das Laserlidht erzeugenden Bauteile sind hier etwas teurer. Im Detail wird das übrigens hier https://en.wikipedia.org/wiki/Multi-mode_optical_fiber bzw. hier https://en.wikipedia.org/wiki/Single-mode_optical_fiber sehr gut erläutert.

 

Links die Darstellung des Strahlenverlaufs in einem Singlemode-Kabel, rechts davon ein Multimode-Kabel.

 

Multimode-Kabel werden hauptsächlich zur Verkabelung innerhalb eines oder benachbarter Räume verwendet. Je nach dem, welche Bandbreite auf dem Kabel „gefahren“ wird, ist auch die maximale Länge eines Multimode-Kabels unterschiedlich: etwa 2 Kilometer bei 100 MBit/s, etwa 1000 Meter bei 1 GBit/s und etwa 550 Meter bei 10 GBit/s.

Singlemode-Kabel kommen immer öfter in der Vernetzung verschiedener Gebäude-Stockwerke zu Einsatz - zum Beispiel dürfte wohl im Kern jedes, in den letzten Jahren erbauten Hochhauses eine Vielzahl von Singlemode-Kabeln verlegt worden sein, die in jedem Stockwerk Abzweigungen haben und zum zentralen „Maschinen-Raum“ des Hauses führen.

Und jetzt kommt das Wichtigste: Bei 10 GBit/s kann ein typisches Singlemode-Kabel mehrere tausend (!) Kilometer lang sein. Und selbst bei einer Datenrate von 40 GBit/s sind noch einige hundert Kilometer lange Kabel möglich. Da dies jedoch in der Praxis „unserer“ Industrie selten notwendig ist und für derartige Distanzen spezielle Verstärker benötigt werden, beschränken sich die meisten Hersteller von Produkten im Medien/IT-Bereich auf die Spezifikation von maximal 20km Kabellänge - so zum Beispiel die Hersteller Blackmagic Design und AJA, die entsprechende Spezifikationen für ihre Konverter herausgegeben haben.

Übrigens: Auch wenn zum Beispiel alle Konverter von Blackmagic für den Einsatz mit Singlemode-Kabel spezifiziert sind, so kann man in der Praxis durchaus auch Multimode-Kabel verwenden. Das schränkt die Länge erheblich ein, funktioniert aber meistens (was keinesfalls bedeutet, das wir eine solche Verkabelung auch nur ansatzweise empfehlen möchten!).


Mediakonverter

Im übrigen gibt es am Markt auch Konverter, die zwischen den bei Multimode und Singlemode verwendeten Wellenlängen des Laserlichts konvertieren oder umsetzen - diese sind jedoch aufgrund des notwendigen technischen Aufwands mit um die 1000 EUR pro Stück relativ teuer - jedenfalls dann, wenn man Modelle wählt die auch mit 10 oder 40 GBit/s Bandbreite arbeiten.


Stecker-Typen für LWL-Fasern

Die in den letzten Jahren am häufigsten vorkommenden Steckertypen nennen sich ST, SC und LC (Näheres dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/LWL-Steckverbinder). Vor allem wegen der kleineren Bauform sind LC-Stecker dabei, sich für die Verkabelung von LWL-fähigen Geräten in unserer Branche auf weiter Front durchzusetzen. ST- und SC-Stecker kommen meist bei LWL-basierten Netzwerken zum Einsatz.

 

Grundsätzlich sind die am Anfang und am Ende eines LWL-Kabels montierten Stecker unabhängig vom verwendeten Typ der Faser - in der Praxis sind jedoch Multimode-Kabel öfter mit LC-Verbinder, Singlemode-Kabel öfter mit den (älteren und einem Bajonettverschluss ausgestatteten) ST-Steckern versehen. ST-Stecker sind auf den ersten Blick den bei Kupfer-Video-Kabeln verwendeten BNC-Steckern ähnlich.

Der Vorteil von LC (und  SC) Steckern besteht darin, zwei dieser Stecker mittels Plastik-Clip zu einer Duplex-Verbindung miteinander verbinden zu können. Die Bauform stellt automatisch sicher, dass das Kabel beim Anschluss nicht verdreht werden kann.

Meistens liegen daher am Gerät selbst zwei Buchsen für LC-Stecker direkt nebeneinander - die Bauform belegt dabei in etwa die Größe des bei Ethernet-Kabeln verwendete RJ45-Steckers. Genau das ist auch der Grund weshalb die meisten GBICs (siehe nächster Abschnitt) mit LC-Verbindern daherkommen. Da, wie erwähnt, oftmals zwei LWL-Fasern (oder Adern) nebeneinanderliegend zum Einsatz kommen, spricht man zudem oft von LC/LC-Kabeln.

Wie bei Kupferkabeln auch, hat ein LWL-Kabel keine Richtung, es gibt also kein vorne oder hinten - wenn man mal davon absieht, dass es spezielle Adapter-Kabel gibt, die an einem Ende z.B. einen LC-Stecker und am anderen Ende einen ST-Stecker haben (vergleichbar zum Beispiel mit  Stereo-Audio-Kabeln, die an einem Ende einen 3,5mm Klinkenstecker und am anderen Ende zwei Cinch/RCA-Stecker aufweisen).

 

Leider ist es mit vertretbaren Mitteln für Endanwender heutzutage wenig realistisch, irgendeine der o.g. Steckerformen selbst an das LWL-Kabel zu montieren (so wie Ihnen das vielleicht vom „crimpen“ von Netzwerk- oder Videokabeln her bekannt ist). Warum das so ist, kann man unter https://de.wikipedia.org/wiki/LWL-Steckverbinder#Steckermontage nachlesen.

 

Eingangs wurde ja bereits erwähnt, dass die LWL-Kabel selbst heutzutage relativ unempfindlich sind - da könnte man sogar einen groben Knoten reinmachen, ohne dass die Faser selbst in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Schwachstelle sind jedoch die LC-Stecker - gibt man auf diese zu viel Zuglast, reissen Sie ab - womit das Ganze Kabel aus vorgenannten Gründen „irreparabel“ beschädigt ist. Das ist bei der Verkabelung per LWL innerhalb von 19“-Schränken natürlich kein Problem - wohl aber in dem Moment, in dem man LWL-Kabel im Ausseneinsatz betreibt; zum Beispiel zum Anschluss von Kameras mit teils mehreren hundert Metern Kabellänge an SDI-Router oder ähnliches. Aber auch dafür gibt es Lösungen - siehe dazu die unten stehenden Abschnitte „Glasfaser-Verbindungstypen“ und „Glasfaser-Kabeltypen“.


Mini-GBICs/SFP-Module vs. Direct Attached

Wenn wir jetzt hier die Aussage machen, dass nahezu keines der per LWL-Kabel zu verbindenden Endgeräte tatsächlich auch optische Anschlussbuchsen - sondern nur elektrische, kupferbasierte - besitzt, dann mag Sie das als Leser verwundern; es entspricht aber der Realität.

 

Typischerweise haben derlei Geräte zwecks Anschluss noch eine rechteckige, ca. 2x1cm grosse, kupferbasierte Buchse, den sogenannten SFP-Cage. Erst dort eingebaute, als SFPs oder Mini-GBICs bekannte Module in der Größe eines kleinen Fingers, wandeln das elektrische Signal tatsächlich in ein optisches um und bieten dann (meist) die o.g. LC/LC-Verbinder. SFPs sind immer auch hot-plugable, können also während des Betriebes ausgetauscht werden. Näheres hierzu findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Small_Form-factor_Pluggable

 

Es gibt derzeit drei Typen von SFPs.

  • SFP für Bandbreiten bis 6 GBit/s
  • SFP+ für Bandbreiten bis 10 GBits/s
  • QSFP für Bandbreiten bis 40 GBit/s

 

QSFPs sind vergleichsweise aufwändig und damit teuer, da sie vier SFP+-Module „ersetzen“ und zur Erzielung der Bandbreite von 40 GBit/s vier Laserstrahlen unterschiedlicher Wellenlänge (1271 nm, 1291 nm, 1311 nm und 1331 nm) multiplexen. Dies wird dann auch als CWDM bezeichnet und setzt - siehe oben - selbstverständlich Singlemode-Fasern voraus (siehe dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/Multiplexverfahren#CWDM). CWDM-basierte, gemultiplexte, optische Verbindungen erlauben es 40 GBit/s bis zu 70km ohne Signalverstärkung  zu übertragen.

Am Rande erwähnt sei hier auch der Begriff „Direct Attached“ - er steht für eine kupferbasierte Verkabelung mittels spezieller Kabel, die direkt in die SFP-Cages gesteckt werden. Verbreitung findet diese Anschlussart hauptsächlich innerhalb von 19“-Schränken, wenn Geräte die direkt übereinander montiert sind, via Kabeln verbunden werden müssen und Kabelstrecken von weniger als 1 oder maximal 3 Meter zu überbrücken sind. Das erspart einem dann den Einsatz von SFPs und LWL-Kabeln.

 

ACHTUNG

Wichtig für Sie als  Kunden ist es unter anderem sicherzustellen, dass auf beiden Seiten der Verbindung SFP-Module mit den gleichen Spezifikationen zum Einsatz kommen. Ausserdem ist es wichtig sich zu informieren, ob das jeweils gewünschte, LWL-fähige Gerät ein SFP-Modul im Lieferumfang hat (wie das z.B. bei ATTO der Fall ist) oder ob (wie oft bei Blackmagic Design oder AJA der Fall), der Preis des SFP-Moduls noch zum Kaufpreis hinzugerechnet werden muss.

Bei Preisen jenseits ab 150 € für ein SFP-Modul mit 6 GBit/s bis hin zu mehreren hundert € für ein CWDM-fähiges QSFP-Modul - jeweils pro LC/LC Port - sind hier auf den ersten Blick preiswertere Angebote unterm Strich teurer, als jene, die SFP-Module gleich mitliefern.


Glasfaser-Verbindungstypen

Kommen wir zu einem anderen Problem bzw zur Beschreibung von dessen Lösung: Die Empfindlichkeit der weit verbreiteten LC/LC-Duplex-Stecker für LWL-Fasern, wie eingangs unter  „Vor- und Nachteile optischer Verkabelungen“ erwähnt.

LC/LC-Duplex-Verbindungen sind prima, so lange sie nur selten und vor allem unter einigermaßen sauberen/staubfreien Bedingungen ein- und ausgesteckt werden. Immerhin reduziert jedes Staubkorn auf einem solchen Stecker, jeder fettige Fingerabdruck auf den Linsen eines SFPs die Übertragungsleistung - und das zum Teil ganz erheblich.

Um LWL-Verbindungen auch im Ausseneinsatz (Stichwort „Roadshow-tauglich“) verwenden zu können, haben sich weltweit (!) zwei - „natürlich“ inkompatible - Standards auf dem Markt herausgeschält. Einerseits die von der deutschen Firma Neutrik entwickelten opticalCON-Stecker, andererseits die vom ebenfalls deutschen Hersteller Rosenberg OSI proklamierten Stecker.

Aufgrund der größeren Verbreitung führt picturetools aktuell nur das Kabel mit Rosenberg im normalen Programm. Gern liefern wir Ihnen aber auf Anfrage auch opticalCON-Stecker.

Wenn gleich mechanisch unterschiedlich, so sind beide dieser Steckenormen auf den  ersten Blick XLR-Verbindern aus dem Audio-Bereich ähnlich - siehe die nebenstehenden Bilder. Es gibt Adapterkabel von LC/LC auf die Rosenberger-Stecker, die mechanisch erheblich stabiler und mit einem Verriegelungsschutz ausgestattet sind. Ausgestattet mit Staubschutzklappen befinden sich im inneren der Buchsen Linsen, die das Licht „auffächern“ und im inneren der Stecker wiederum Linsen, die das aufgefächerte Laserlicht wieder in die Glasfaser Bündeln. Das führt dazu dass zumindest kleine Schmutzpartikel die Übertragungsleistung kaum beeinflussen.

Näheres zu der Technik, den verfügbaren Adaptern und Kabeln finden Sie unter dem Stichwort „Fieldcast“ auf unserer Webseite.


Glasfaser-Kabeltypen

Selbstverständlich gehören zu Steckern, die für den Ausseneinsatz von LWL-Verbindungen entwickelt wurden auch entsprechende Kabel. Denn die (meist orangefarbenen und als Patchkabel verwendeten) LC/LC-Duplexfasern sind nicht dafür ausgelegt, dass sie oft ausgerollt oder eingerollt und auf ihnen „herumgetreten“ wird.

 

Dementsprechend gibt es z.B. vom Hersteller Fieldcast mit spezieller Ummantelung versehene LWL-Kabel. Diese halten einem punktuellen Druck von über 300kg stand, können hunderte Male auf Trommeln aufgerollt und auch durch Pfützen und Matsch verlegt werden, ohne dass sie Schaden nehmen.

Derartige, an beiden Enden mit Rosenberg-Steckverbindern ausgestattete Kabel und sind Lose oder auf Kabeltrommeln in verschiedenen Längen bis zu mehreren Hundert Metern zu haben. Einige Kabeltypen können neben dem LWL-Signal über zusätzliche Kupferlitzen auch Strom übertragen (z.B. zur Versorgung einer Kamera). Ausserdem sind die Kabel einfach kaskadier- also durch Zusammenstecken verlängerbar.

Auch hierzu finden Sie weitere Infos unter dem Stichwort „Fieldcast“ auf unserer Webseite.


Bildnachweise:
Für Singlemode/Multimode-Strahlengang: Von Kirnehkrib - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Für LC-Stecker und SFP-Module: Von Adamantios - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0  
 

Fragen zum Produkt?

Senden Sie uns eine Nachricht:

Verwandte Produkte:

Blackmagic ATEM Konverter

Blackmagic Design's ATEM Konverter erlauben die Anbindung von Kameras an Mischer und Recorder über lange Kabelstrecken hinweg - inklusive Video-Rückkanal und Sprachverbindung [mehr...]

Blackmagic Studio Camera

Broadcast-Kamera mit 10-Zoll-Sucher, MFT-Objektivanschluss, Talkback, Tally, Phantom-gespeiste Mikrofonanschlüsse und eingebaute Glasfaser- und SDI-Anschlüsse zur Kopplung an Ihren Mischer. [mehr...]

Weitere Produkte von Kabel / Adapter:

Atomos PowerStation

Mit der Atomos PowerStation können Sie Kamera, USB-Geräte, Licht und andere Geräte kompakt und unterbrechungsfrei mit Netz- oder Akkustrom versorgen. [mehr...]

Corning Thunderbolt Kabel optisch

Optische Thunderbolt Kabel von Corning ermöglichen Längen von bis zu 60m ohne Verluste und mit voller Thunderbolt2 Geschwindigkeit. [mehr...]

Corning USB 3.0 Kabel optisch

Optische USB 3.0 Kabel von Corning ermöglichen Längen von bis zu 50m ohne Verluste und mit voller USB 3.0 Geschwindigkeit. [mehr...]

FieldCast Adapter

Mit FieldCast-Adaptern werden empfindliche LC/LC-Verbindungen auf das robuste Rosenberger-OSI-Format umgesetzt. Zusammen mit den Kabeln&Kupplungen ermöglichen sie den Außeneinsatz von LWL-Strecken. [mehr...]

FieldCast Konverter

Mit FieldCast-Konvertern können Sie ein oder mehrere (!) professionelle Video-Signale auf LWL-Kabel umsetzen und wieder auf kupferbasierte Verbindungen zurück konvertieren. [mehr...]

FieldCast Mux-Demux

Der Mux/Demux ist ein Multiplexer-Demultiplexer-Paar, das 4/8/16 Kanäle von 12G SDI über nur ein Glasfaserkabel transportieren kann. [mehr...]